Herzlich Willkommen

Markus Kroll mit Adler auf der Hand

Ich bin Markus Kroll. Ich habe mein Hobby zu meinem Beruf gemacht.
Ich betreibe eine Falknerei im wunderschönen Wallfahrtsort Kleinenberg. Das ist ein Stadtteil von Lichtenau im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen (NRW).

Was bedeutet eigentlich Falknerei?

Die Falknerei (oder auch Beizjagd) ist die älteste und fairste Jagdart. Unter Falknerei versteht man das Abrichten von sowie die Jagd mit Greifvögeln.

Wie bin ich Falkner geworden?

Als ich noch ein Kind war, hat mein Vater - er war Jäger und ein leidenschaftlicher Tier- und Naturfreund - unterschiedlichste Tiere gepflegt und aufgezogen. Markus Kroll als Kind mit Greifvogel Das waren meist verwahrloste oder verletzte Tiere, die er im Wald gefunden hatte oder ihm von anderen Leuten gebracht wurden. Wenn jemand aus dem Dorf so einen Pflegefall gefunden oder davon gehört hatte, wußte jede(r), wer sich am Besten, um solche Pflegefälle kümmern konnte.
Wann immer es möglich war, habe ich ihm bei der Pflege und Aufzucht der Tiere geholfen. Wenn sie wieder gesund bzw. alt genug waren, haben wir sie wieder ausgewildert. Ich habe diese Zeit sehr genossen und seitdem hat mich die Arbeit mit und an den Tieren nicht mehr losgelassen. Seit dieser Zeit hat mich besonders das Greifvogelfieber gepackt.
Markus Kroll im Alter von 12 Jahren mit GreifvogelBereits im Alter von 11 Jahren gab mir mein Vater meinen ersten Greifvogel, einen Mäusebussard, den er in einem verwaisten Horst gefunden hatte. Als Jugendlicher besaß ich dann auch einen Rotmilan, den ich möglichst jeden Tag frei fliegen ließ. Dieser ist aber leider ungewollt bei einem Unfall verunglückt. Da war es mit der Falknerei für mich vorübergehend vorbei.

Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zum Forstwirt gemacht und auch lange Jahre in dem Beruf gearbeitet. Aber das Greifvogelfieber war immer noch aktiv und ich entschied mich, den nächsten Schritt zu gehen: ich wollte Falkner werden. Also hieß es für mich nach getaner Arbeit, nicht auf dem Sofa liegen und ausruhen, sondern zu "büffeln". Die Anstregung sollte sich lohnen, denn schließlich erwarb ich die erforderlichen Genehmigungen, um die Falknerei auszuüben.
In den ersten Jahren beizte (so nennen die Jäger die Arbeit der Falknerei) ich mit einem Habicht. So weit, so gut. Ich hatte dann allerdings einen schweren Unfall, der mich bis heute teilweise noch etwas einschränkt und mich dazu zwang, mein (Berufs-)Leben gründlich zu überdenken und auch zu ändern.
 
Adler im Start zum Freiflug von der Hand des Falkners Markus Kroll Jetzt mache ich mir es zur Aufgabe, in unserer modernen, technisierten Welt, mit Vorurteilen rund um die Arbeit mit Greifvögeln aufzuräumen. Falsche Bezeichnungen wie Raubvögel, Krummschnabel u.ä. zu klären. Aufzuzeigen, dass Habichte nicht immer nur Bösewichte sind und vor allem möchte ich den Menschen die Welt der Greifvögel näher bringen und ihnen neue Einblicke gewähren.
 
Ohne Liebe zum Geschöpf, hat man bei der Falknerei, keinen Erfolg.
Markus Kroll
Bei der Arbeit mit Greifvögeln werden alle Sinne, früher wie heute, besonders gefordert. Die Arbeit mit Greifvögeln verlangt ein Höchstmaß an Geduld und Einfühlungsvermögen.
Markus Kroll
Falknerei ist auch heute noch die Kunst, ein wildes Geschöpf an sich zu binden, indem man ihm immer wieder die Freiheit gibt.
Horst Stern